Gentoo hat irgendwann “neulich” das Start/Stop-Verhalten so geändert, dass ein pppd, der nur für die Außenanbindung zuständig ist, die internen Netzwerkdienste mit den Tod reißt, wenn es da Probleme gibt.
Das ist ziemlich übel, z.B. für den SSH-Daemon (“ssh root@localhost”)
Es gibt aber eine Abhilfe: In /etc/rc.conf kann man entweder selektiv mit Tweaks der Bauart ‘rc_net_ppp0_provide=”!net”‘ das OpenRC-Zeug wegschauen lassen, oder man hört mit dem Quatsch gleich ganz auf, und jedes Netzwerkinterface reicht aus: ‘rc_depend_strict=”NO”‘ heißt das Zauberwort.
Bei der Gelegenheit sollte ich noch Erwähnen, dass es in /etc/conf.d/nfs einiges gradezuziehen gibt, und dass der “rpcbind” bei den TCP-Wrappern nicht mehr auf “portmap”-Direktiven reagiert, sondern “rpcbind” braucht, sonst gibt es Ärger bei “rpcinfo -p”. So kann man schon mal den Port für den mount-daemon und den stat-daemon festziehen.
Wenn ich nur noch rauskriegen könnte, wie man den “nlockmgr”-Dienst auf einen Port festziehen könnte, wäre es meinem Firewallskript sehr sympathisch. Hint:Set /proc/sys/fs/nfs/nlm_tcpport to the desired port number. Man kann natürlich auch /etc/sysctl.conf anpassen.

