Leinwandwäsche

Und es geht doch mit gemäßigter “Sauerei”, eine mittlere Leinwand (70×50 cm) von Ölfarben freizuwaschen, solange die noch nicht verseift sind. Meine letzten Erfahrungen waren ja abschreckend, aber da habe ich auch zu wenig nachgedacht.

Unter der Überlegung “Bob-Ross-Materialien” ist das nämlich eigentlich einfach. Man braucht nur ausreichend Verdünner im Eimerchen und den 2-Zoll-Pinsel, und das Beater-Rack im Mülleimer. Alles sollte vorhanden sein. Der Verdünner darf ruhig schon “eingesaut” sein.

Und ausreichend Haushaltsrolle sollte griffbereit sein, und natürlich Babytücher, denn das wird trotz allem im Zweifel eine Sauerei (bis man den Bogen raus hat, wenigstens). Weiterlesen

Öliger Winter

Hi, nachdem in der letzten Woche ein Bildprojekt in Terpentin ertränkt werden musste, war es an der Zeit, dieses Trauma abzuschütteln. Dazu habe ich ein Winterbild aus Staffel 15 gewählt, sehr einfach, sehr übersichtlich.

Winteridyll - Öl auf Leinwand

Öl in der Wintersonne


Nun ist das Titanweiß so gut wie alle. Ich hab etwas zu viel davon mit Fehlmischungen verschwendet. Hmpf, beim OBI für einen Fantasiepreis, oder im Versand mit Porto?! Oder das “Winton” vom “Bauhaus” ausprobieren? Weiterlesen

Meine Hand

Der Zeichenkurs der Betty Edwards ist wirklich gut. Es geht dabei um die Aktivierung der rechten Gehirnhälfte und die systematische Abschaltung der symbolverarbeitenden linken Gehirnhälfte beim Zeichnen. Symbole und Abstraktionen (“Wissen” über Dinge) stört, wenn man sie abbilden soll. Denn es geht um das, was man sieht, und von den genauen visuellen Daten hat offenbar das symbolverarbeitende linke Hirn erstaunlich wenig Ahnung. Weiterlesen

Zwischenbilanz nach einer Tube Kadmiumgelb

Das letzte Bild habe ich “auf dem letzten Drücker” noch abgeschlossen bekommen. Das Kadmiumgelb ist alle und ich muss nachbestellen.

Die wichtigste Erkenntnis: Malen und Zeichnen macht irrsinnig Spaß, und wenn es gut läuft, dann komme ich in einen wunderbaren “Flow”, was mir lange gefehlt hat, seit ich nicht mehr richtig zum echten Hacken komme. Weiterlesen

Abend in Öl

Sodele, das erste Bild war für das Büro was klein, also habe ich mal eine 40×50-Leinwand bearbeitet. Nach vier Stunden war ich erstaunlicherweise theoretisch fertig, aber mir sind wie immer die Vordergründe “ertrunken” und ich hatte einige böse “lucky accidents” angerichtet, welche den Vordergrund völlig chaotisch (=geometrisch sinnlos) machten.

Abendlicht mit Hütte

hier stimmt was noch nicht

Das habe ich dann gestern in einer Nachtschicht “schnell noch” gefixt, denn ewig an Details rumfrickeln ist ja eigentlich nicht die Pointe beim Arbeiten “Marke Bob Ross”, wo der Prozess entscheidet, und man sich nachher wundert, was man da gemalt hat. Drum hab ich das so dann einfach stehen lassen, auch wenn da einige der Fixes danebengegangen sind. Der steile Hügel mit angedeuteten Bäumen schaut immer noch wie ein … Fremdkörper aus. Ich hätte ihn gern in Nebel oder tiefen Wolken versteckt, aber das würde nicht zum Abendlicht passen. Beim Foto kam das Licht von rechts unten. Das macht den Hügel etwas grau und “flach”. Im Bild ist es etwas besser…

Für die Firma reicht das immer noch :-)

Abendstimmung mit Hütte Marke Bob Ross

Abendstimmung mit Hütte, fertige Fassung

Mein erster Ölschinken

Sodele, am Samstag habe ich es nach einigen Stunden doch noch fertiggebracht, meinen ersten Ölschinken abzuschließen. Gesamtzeit: Etwa 8-10 Stunden, 2 Sessions, Keilrahmen 36×24 cm

Ein Bild im Bob-Ross-Stil

Mein erstes Ölbild

Da ich dabei in so ziemlich jede sich bietende Falle getappt bin, besonders beim (vergessenen) Management der Farbkonsistenz, was für nass-in-nass essentiell gewesen wäre (Stichwort: Büsche, Scriptpinsel…) und mir im letzten Moment sogar mit der großen Birke den Himmel “zerlegt” hatte (der ursprünglich einen wunderbaren Verlauf hatte), hab ich die letzte Fixes einfach unterlassen, und lasse das jetzt so stehen.

Beim nächsten Bild werde ich hoffentlich nicht mehr der halbe Tube Cadmiumgelb “versenken”, wobei die mit einer Prise(!) Phtaloblau ein fantastisches Laub-Grün ergibt, besonders für Herbstfarben (mit Karmesinrot im Verlauf).

Macht Laune!

Nachtrag: Ich habe da ja einen wunderbaren Himmel ruiniert. Wie schön der auf Anhieb (trotz Fehlern beim Verputzen) geraten war, sieht man am Werksfoto der ersten Stufe, wo ich stoppen musste, weil die Berge nass “absoffen” und partout kein Weiß an der Farbe mehr wollte.

Werksfoto des ersten Ölbildes

So sah der Himmel mal aus...

Bob Ross: Kitsch? Kunst? Kult? Kommerz?

Nach Jahrzehnten dyskonditionierter Abstinzenz (“nett” für: da hat die Pädagogik voll versagt) hat mich vor einiger Zeit der Mut gepackt, nicht nur in Musik zu improvisieren, sondern auch visuell. Heißt im Klartext: In Träumen habe ich Bilder im Kopf, kann die aber nicht externalisieren, und das tut nicht gut.

Der übliche therapeutische Weg dazu ist Malen. Nun habe ich aber keine planbare(!) Zeit für Volkshochschulkurse. Was tun?

Na ja, wenn man sich beim Thema “Malen für DAUs” mal auf die Suche begibt, stolpert man früher oder später auch über den TV-Kultmaler Bob Ross. Und dankenswerterweise wird er schon sei Jahren auf Bayern-Alpha als Maskottchen gepflegt. Weiterlesen