Irgendein Idiot hat die A57 verbrannt

Nun heißt es auf unabsehbare Zeit

  • noch mehr Stau
  • noch längere Fahrt zur Arbeit
  • allgemein stressigere An- und Abreise
  • Sozial-Leben abends noch eingeschränkter wegen spätere Heimfahrt

Brücke bei Dormagen auf der A57 kaputt, tagelange Vollsperrung einer der Verkehrsschlagadern, und Bauarbeiten für mehr als ein Jahr. Superklasse. Prima Job. :-(

Abgesehen von dem Toten, den Verletzten und dem irrsinnigen materiellen Schaden ist es die Nachhaltigkeit des so verursachten Ärgers, die mich rasend macht.

Wer ist so bescheuert, leichtfertig oder gar böswillig, unter einer Autobahnbrücke Plastikzeug in rauer Menge zu verbrennen, noch dazu zu später Nachtstunde?

Da setzt meine ohnehin begrenzte (kognitive!) Empathie vollends aus. In irgendein Troll in mir, der mir damit Angst einjagt, flüstert mir was von – äh – Klassenkeile zu, um einen zu Recht belasteten Begriff zu vermeiden.

Den Schaden haben wir sowieso alle, denn auch wenn der/die Täter/in/n/en gefunden wird/werden, bleibt ihm/ihr/ihnen die Privatinsolvenz, um die Verantwortung abzustoßen.

Durchgearbeitet

Auf Facebook kann man es wohl aus der Feder verärgerter Kunden nachlesen: Wir hatten ein ganz riesiges, akutes, Performanceproblem mit unserem Mailsystem. Insofern lüfte ich hier also kein Geheimnis. Es war nicht von uns vor Ort verursacht, wohlgemerkt, und der Rest bleibt mein sahniges Geheimnis, aber ich/wir mussten es halt als technisch Verantwortliche ausbaden/lösen.

Und weil ich das zur Zeit exekutiv allein bin, urlaubssaison und so, musste ich es halt selber ausbaden. Es waren spannende Tage, und technisch durchaus kurzweilig und auf eine perverse Art sogar (kurzfristig!) OK.
Aber am Ende lief es darauf hinaus, dass ich mit stundenweisen Unterbrechungen auf über Pfingsten fast eine Woche durchgearbeitet habe von morgens bis Mitternacht, ob zu Hause oder im RZ, mit Krisentelefonkonferenzen morgens und Nachts…

Ich werde zu als für diesen Sch***ß.

Nun habe ich zwar Urlaub, aber eigentlich muss ich noch meine Steuererklärung fertigmachen und nachreichen, und und und.

Eigentlich bin ich aber nur noch erschöpft und leergebrannt. Und Montag übernehme ich wieder die Baustelle für eine volle Woche, denn es muss ja jemand da sein. Au weia…

Hotline ohne Zicken

Mein Weltbild bricht zusammen. Mein Mobiltelefon auch langsam. Letzteres führte zu ersterem, denn das brachte mich mit der deutlich verbesserten Hotline zusammen. Ich dachte nämlich, ich könnte auch direkt die Sauerstoff-Hotline befragen, ob ich das HTC-”Superphone” etwas günstiger bekommen könnte, bevor ich mich zu einem Händler begebe. Weiterlesen

Dr. Brett, der Nazi-Lehrer

Hmm… Eigentlich war unsere Erziehung nicht-antifaschistisch, einfach weil das in den 1970ern eine (wohl zu) schwierige Abgrenzung dem erstarkenden linken Spektrum bedeutet hätte. Das wäre für überzeugte Katholiken einfach nicht dringewesen. Und so war auch das linkskatholische Milieu bei uns zu Hause immer etwas anrüchig. Weiterlesen

“Opa, zeig mal, ob Du 18 bist”

Die Dame war ganz lieb und hat mich nur nach dem Perso gefragt.
Es war beim Blödmarkt in der Stadt des Bundesverfassungsgerichtes.
Vielleicht trieb dessen Nähe oder eher die des BGH die Dame zur Übererfüllungs ihres Solls. Laut Zettel an der Kasse liegt es ja “im Ermessen” des einzelnen Kassierers, zur Altersverifikation nach dem Perso zu schauen.

Das ist auch richtig so, denn ich habe ein “Killerspiel” gekauft (Resident Evil 5). Und auch ich will nicht, daß Ü18-Spiele an Jugendliche verkauft werden.

Aber im Ernst: Wer mich als mehr oder weniger gut erhaltenen Bald-Mitt-Vierziger mit langsam aber unerbittlich ergrauendem Kinnbart nach dem Perso fragt, braucht entweder einen besseren Optiker, oder ist bis zur Absurdität überkorrekt.

Solche Leute soll es in Baden-Württemberg ja geben :-)