Ja, nun läuft die mediale Aufmerksamkeitsmaschine wieder. Da haben also die Chefs des Magentariesen dem Sicherheitschef gesagt: “Wir haben da so Daten gespeichert… Vergiß doch einfach mal Datenschutzgesetz und so und krieg mal was raus…” Klar, und er hat – Ethik mal hintenangestellt – die Hackenzusammengeschlagen und “Sachen gemacht”.
Klar war das verboten. Und natürlich speicherte die rosa Firma auch schon in der Vergangenheit Daten, die sie gar nicht braucht, um sie gegen die Kunden zu wenden und Dritten (z.B. Behörden) einfach so rauszugeben.
Für solchen Mißbrauch braucht es keine Abhör- und Vorratsdatenspeicherungsgesetze.
Es zeigt aber sehr schön, daß nur Daten, die erst gar nicht gespeichert oder gar erhoben werden, mißbraucht werden können. Und daß Daten, die schon mal gespeichert werden, ziemlich schnell Begehrlichkeiten wecken und mißbräuchlich verwendet werden.
Damit zeigt es sehr deutlich, daß die innere Ausflucht “wer nichts verbrochen hat, braucht nichts befürchten” naiver Quatsch ist. Da sind die US-Cops per Gesetz ehrlicher: “Alles was Sie sagen … wird gegen Sie verwendet werden!”
Also: Wehret den Anfängen. Das Verfassungsrechtliche Gebot der Datensparsamkeit hat seine Gründe. Tun wir was dafür!