Heute habe ich mir die Extended-Version von “Gladiator” angeschaut. Ein packender Film, spannend, teilweise brutal, und nett anzuschauen allemal. Ich will nicht undankbar sein. Irgendwo wollen die 5 Oskars ja auch hergekommen sein. Und so ganz unrecht hat der begeisterte Rezensent von AREA DVD auch nicht (ichhabe aber nur die “Volks-Bluray” mit den überschärften Flächen).
Und es war ein Wiedersehen mit Derek Jacobi, diesmal nicht als “Claudius, Kaiser und Gott”, sondern “nur” als Senator. Well done and played. Und Oliver Reed in seiner letzten Rolle. Respekt. Den Commodus habe ich von der Visage her erst für Orlando Bloom gehalten (paßt schon, denn ich mag ihn bzw. sein Spiel nicht sonderlich), es war aber Joaquin Phoenix. Von mir aus. Der Unterhaltungswert war OK, das Ganze irgendwie in sich stimmig, und es stimmt schon, daß der Film sich sehr wohltuend vom Pathos üblicher Monumentalschinken abhebt. Da war bis in die 70er ganz anderes Zeug verkehrsfähig.
Beschwert hat sich bei mir nur – und das überwiegend nur rückwirkend – der azcg bzr halbgebildete Freund (römischer) Geschichte. Es ist dieses “Moment, aber das war doch ….”-Gefühl, mal mehr, mal weniger. Irgendwer hat mir im Vorfeld etwas von Authentizität des Filmes erzählt. Gemeint waren vielleicht Aspekte des Nahkampfes, denn dem davon angestachelten konzentrieren Blick konnte der Film dann überhaupt nicht standhalten, und das hat mich derb enttäuscht.
Was für einen im Grunde unhistorischen Quark hat uns Ridley Scott da angerührt. Weiterlesen →