Musikalischer Goldstaub

Mal nach langer Zeit wieder ein Schnippsel von Alt-Saxophon und Klavier. Am Sonntag darf ich “Poudre d’Or” von Eric Satie zum Besten geben, in einer Bearbeitung für Alt-Saxophon und Klavier.

Warnung: Das Ding wurde direkt bei einer quasi-ersten Probe aufgenommen, komplett K.O.
Die Intonation ist streckenweise im Mittelregister recht “scharf”, und die dynamische Abstimmung ist noch nicht vorhanden. Weiterlesen

Zurück zur Klari

Seit den Sommerferien übe ich wieder Klarinette. Und das ist gut so, denn da mußte wieder einiges getan werden.
Das Spielen auf dem Saxophon hat einige interessante Angewohnheiten gebracht, besonders das Spielen mit gesenktem Kopf und tief in den Mund genommenem Mundstück. Wie das beim Saxophon halt so ist :-)
Bei der Klarinette haben derlei Angewohnheiten böse Konsequenzen. Im Zweifel quietscht sie halt. Wie Klarinetten so sind.
Das mit “tief” und “weniger tief” sind übrigens nur wenige Millimeter. Eigentlich geht es wohl mehr um den Auflagepunkt der Unterlippe, und wenn man “saxisch” die Unterlippe auch nur minimal weiter ausstülpt, aber die Klarinette tief hält (45 Grad zum Boden), dann wandert bei sonst gewohntem Auflagepunkt der Schneidezähne das Blatt zu tief in den Mund und so verliert man die Kontrolle über die Obertöne.
Glücklicherweise bringt mich mein Lehrer nun wieder gewohnt ruhig aber unerbittlich “auf Zack”, und genau dafür habe ich ihn ja.

Auf der Flöte geht es im Moment eher schleppend voran. Für die Kirche arbeite ich mich an der h-Moll-Suite von Bach ab, die wäre auch so langsam dran. Die Querflötenschule (“Lern Querflöte spielen”) neigt sich dem Ende von Band 1 entgegen. Nur noch eine handvoll Seiten, dann ist Schluß. Die haben es allerdings auch in sich. Die letzten beiden Stücke sind die Schlußsätze aus der h-Moll-Suite. Was für ein Zufall :-)

Aber “mir wolle net hudele!”

Alt, älter: Altissimo

Wow, mit dem neuen Mundstück gibt es nun endlich Fortschritte im hohen Bereich des Alt-Saxophons. Allerdings sidn die Übungen dazu wohl für die Umwelt eher peinigend. Der Chef der Rechenzentrumshallen dachte heute morgen dabei eher an gequälte Katzen. Und so unrecht hat er damit wohl nicht, denn wenn die Tonhöhe fluktuiert, der Ton nicht präzis anspricht und endet, dann paßt das Bild schon. Weiterlesen

Sax: Ein Expression-Mundstück für das Alto

Nach einem Tipp in den Saxophonforen habe ich mir für nur 39 EUR ein Kunststoff-Mundstück von Expression kommen lassen, Öffnung 5 (für “fortgeschrittene Schüler”). Es gilt nämlich, eine Lücke zu schließen.

Das Optimum AL3 vermittelt mir das Gefühl, im Zweifel etwas “zu wenig Biß” mitzubringen. Das soll es auch, denn den gedeckten, klassischen, Klang will ich damit ja erreichen. Für Band oder “Brazzen” ist das aber nicht so toll.

Das Jody Jazz ESP ist … einfach nur schön. Aber ich war mit Öffnung 6 wohl etwas zu mutig. Weiterlesen

Die goldene Schönheit

Nun übe ich doch wieder auf den JodyJazz ESP. Das Mundstück hat einfach was, viel Dynamik, hell/dunkel, vielseitig (wenn man es denn könnte/kann). Inzwischen stützen die Lippen auch etwas besser. Das Mundstück braucht einfach Training, Training, Training.

Gestern habe ich mir den Spaß gegönnt, den Spoiler reinzutun: Das Ding ging ab wie mit Nitro im Nachbrenner. WOW! In der Tiefe wird es dann allerdings recht steif und plärrig, wenn man das nicht ausgleichen kann. Da ist wohl auch Training angesagt.

Palmkeys und Altissimo kommen wie schon gelesen viel besser mit dem Spoiler drin, aber auch ohne ist es zu machen, braucht aber Übung und Training. Besonders das gis3 kommt nicht grad von allein.

Jedenfalls weiß ich nun, daß nicht das Mundstück Murks ist, sondern daß ich mehr Übung brauche. Denn dann ist das ESP ein sehr vielseitiger Geselle, der eben Führung einfordert. Das 2 1/2-Studio-Cut ist ein harter Geselle, aber tut es. Wenn die Palmkeys nicht ansprechen, muß man mit dem Mund eben führen. Nicht anders, als bei normalen Mundstücken auch.

Nach fast zwei Jahren eine Antwort

Wow, Jody Espina hat mir auf eine Supportfrage geantwortet.

Gefragt hatte ich nach einem funktionierenden Blatt für das JodyJazz ESP, im Oktober 2007.
Kaum ist es März 2009, schon ist die Antwort da :-)

Ich bin beeindruckt.

Wobei ich nun seit Monaten mit dem Vandoren AL3 spiele, und einem harten Legere-Klassik-Blatt (2 1/4), entsprechend einem klassischen Vandoren 3.

So ganz allmählich kriege ich ein Gefühl für die Palmkeys und den Übergang in die Toptones. Offenbar sind die hohen Palmkeys wie Obertöne zu formen bzw. brauchen die entsprechende Vor-Resonanz. Zu wenig davon, und sie sprechen nicht an, zu viel/hoch, und es werden Quietschtöne. Eine ganz spannende Sache.

Außerdem mußte oder durfte ich rausfinden, daß die Front-F und Front-E in Wirklichkeit Flageoletts sind, besonders das Front-E. Entsprechend haben die Töne keinerlei Interesse daran, “von selber” zu kommen, besonders im Anstoßen. Was kein Wunder ist, denn beim Anstossen verformt sich der Mundraum. Also Altissimo üben.

Altissimo auf dem Tenor geht schlecht bis gar nicht. Kein Vergleich zum Alt. Allerdings habe ich auf dem Tenormundstück auch nie Mundstückübungen gemacht, und das “Hinabgleiten” funktioniert nicht gut. Das soll be einem Personaline wohl auch heikel sein wegen des “Knicks” in den Rails.

Dafür bin ich überrascht, wie kontrolliert das Sopran inzwischen anspricht und intoniert. Da ist mächtig zu üben, denn die Lippen wollen sind auf das kleine Mundstück nicht eingestellt und sind zu schwach. Aber sonst gehen die Palmkeys schon viel besser. Ich werde mal ein 3er-Blatt ausprobieren. Außerdem habe ich den Silencer bestellt. Mundstückübungen sind gut für die Muskeln. Hoffe ich.

Außedem kriege ich allmählich auf dem Saxophon das Tempo und die Beweglichkeit, die ich am Schluß auf der Klari hatte. Auf dem Sax war ich mit Zunge und Fingern immer langsamer wegen der gespreizten Fingerhaltung. Das wird langsam besser :-)

Nur das JodyJazz-Mundstück mußte ich erst mal aufgeben. Ich möchte damit später (wieder) spielen, aber bis dahin brauche ich mehr/bessere Lippenmuskeln und bessere Stützung. Und die Prinzipien muß ich eh auch für das AL3 üben. Da müßte ich nur vielleicht noch über ein 3er-Studio-Cut nachdenken.

Immer auf die Holzbläser…

Nicht nett…

Wie kriegt man einen Oboisten dazu, ein ais’ zu spielen?
Man nimmt die Batterien aus seinem Stimmgerät…

An einer Stelle hat ein Kontrafagottist tatsächlich mal einen Ton zu spielen. Er meldet sich
deshalb und fragt den Dirigenten, wie der Ton klingen sollte. Er spielt einen Ton vor:
“ooooooorb” oder so “oooooorrrrb”?
“Eigentlich egal”, sagt der Dirigent, “aber ziehen Sie bitte danach die Spülung!”

Was ist langweiliger als eine Flöte?
Zwei Flöten.

Ein Klarinettist steht am Königssee und bläst ein F. Das Echo kommt zurück – nun ist es
aber ein Fis. Er stimmt seinen Spargel neu und erhält nach dem F wieder ein Fis zurück.
Er läuft rot an vor Zorn. Kommt ein Bergführer vorbei und fragt, was los sei. Der Schwarz-
wurzelspieler erklärt ihm seinen Kummer. Sagt der Bergführer: “Siehst Du denn nicht das
Kreuz oben auf dem Berg?”

“Meine Frau spielt ständig die beleidigte Leberwurst.”
“Hast Du’s gut. Meine spielt Saxophon!”

Was haben der Blinddarm und ein Saxophonist gemeinsam?
Sie können beide große Schmerzen verursachen.
Man vermißt sie nicht, wenn man sie los ist.
Und bei beiden kann niemand sagen, wozu sie eigentlich gut sind.

Wozu ist eine brennende Oboe am besten zu gebrauchen?
Um ein Fagott in Brand zu setzen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Saxophon und einem Rasenmäher?
Rasenmäher klingen besser in kleinen Ensembles.
Die Nachbarn sind verärgert, wenn man einen Rasenmäher borgt und nicht
mehr zurückgibt.
Der Griff.

Warum gibt es kaum Witze über Klarinettisten?
Klarinettisten sind ein Witz…

Wie weit kommt eine Piccolo?
Mit Anlauf 20 bis 30 Meter…

Was ist das Lieblingsinstrument eines Mantafahrers?
Oh boooh eeh!

Wie definiert man ein Vierteltonintervall?
Zwei Oboen im Unisono.

Dirigent zum Fagottisten: “Spielen Sie mal forte!”
böööööööööt.
“Spielen Sie mal piano!”
fffffffffffööööööööööt.

Flötenseiten

Es ist schon erstaunlich, was man im Netz findet, wenn man erst mal drauf gestoßen wird.
Im Querflötenforum ist ein User, der sich auf “Online-Lektionen” für die Querflöte spezialisiert hat. Genau so etwas habe erfolglos seit Jahren gesucht!

Konkret sind es die auf You Tube gehosteten Lektionen der beiden Flötistinnen Jeniffer Cluff (aka fluteloophost) und Nina Perlove (aka ninaflute)

Die Kanadierin Cluff empfiehlt zwar mit engagiertesten Worten Flötenunterricht um jeden Preis, aber hat doch – vielleicht in Anerkenntnis der Versäumnisse so manchen realen Unterrichts – jede Menge nützliche Hinweise auf ihrer Website.

Unglaublich aus der Praxis stammend sind ihre Tipps für den Umgang mit der Flöte, und was man alles nicht machen sollte.

KD auf dem NRW-Tag : Singen gegen Bumskapellen

Heute hatten wir ein denkwürdiges Konzert anläßlich des NRW-Geburtstages, diesmal in Wuppertal. Ganze Wuppertaler Stadtteile wurden zu Parkraum erklärt, andere zu Fußgängerzonen. Sonnborn war letztere, und in der reformierten evangelischen Hauptkirche fanden viele Konzerte statt. So auch abends eines mit drei Männerchören.
Ein Chor war “Vocus Focus”, fünf Herren mit großen Stimmen und viel Gestaltung. KD war als größeres Ensemble dabei, und ein Eisfelder Männerchor, der eher dem traditionellen Mainstream zuzurechnen ist.

Das Konzert hätte eine schöne Sache sein können, wären da nicht wenige, aber dafür schrille, Mißtöne durch mangelnde Organisation im Großen und Kleinen gewesen. Weiterlesen