60 Jahre Bundesrepublik – schräg aufgebürstet

Die Prognose, die Tom Appleton da in TP vorlegt, wie es mit der Bundesrepublik unter der Kanzlerin weitergeht, ist nicht wirklich beruhigend. Die dahinterstehende Analyse auch nicht.

Wenn man sie weiter vervollständigt und die Strippenzieher (aka Thinktanks) berücksichtigt, welche unsere Republik seit Jahren so erfolgreich in den gesellschaftlichen Ruin treiben, wird es kein Deut angenehmer. Weiterlesen

“leyenhaft”

Ein Wort, welches mir wiederholt über den Weg läuft. Es steht dann im Zusammenhang mit Gesetzen und Maßnahmen hart am Rande der Legalität (und manchmal einen Schritt weiter), die einem hehren Ziel zu dienen vorgeben, dies aber magnels Wirksamkeit oder Legalität nicht nachhaltig erreichen können, vornehmlich im z.B. im Kinder-/Jugendschutz.

A propos misratendem Jugendschutz:

Da gibt es die leider auch ernst gemeinte Frage, warum sich kein Politiker darüber aufregt, daß Amokläufer Eltern haben (hat nicht jeder Jugendliche, aber recht viele), sondern darüber, daß auf ihren Rechnern Spiele wie “Counterstrike” installiert waren (hat nicht jeder Jugendliche, aber recht viele). Oder Handies. Oder sinngemäß – jetzt spätestens ernsthaft – andere beliebige Konstanten männlicher Jugendkultur.

Eigentlich wollte ich aber mit der stirnrunzelnden Frage schließen, warum das Video einer 12-minütigen-Mikrowellenmißhandlung einer Playstation 3 erst “ab 18″ auf Jutjuhb steht. Sonderbar, obwohl ich verstehe, daß dies juvenile Zocker absolut verstören könnte.

Wieso eigentlich klären die Aufklärer nicht mehr auf?

Da war doch so etwas, daß eine Demokratie nur funktionieren kann, wenn der Demos wenigstens in etwa weiß, was vor sich geht, und so die Leitlinien seiner Politiker wählend beeinflussen kann.
Und die Presse hat die Aufgabe, die dafür notwendige Aufklärung zu leisten.
Dazu ist der immer wieder unbequeme investigative Journalismus vonnöten. Weiterlesen

Zentrales Melderegister? Wo will Schäuble hin?

Wie man grade hört, trägt die neuste Salamischeibe aus dem Bundesinnesministerium das Etikett “Zentralmelderegister”.

Der Bund will also alle Bürger erfassen. Klingt gar nicht so schlimm, oder doch?

An dieser Stelle hilf ein wenig minimale Geschichte: Die Verteilung der Macht auf die Länder und Ent-Machtung des Bundes hatte und hat einen Sinn. Unsere Verfassungseltern erlebten im Nationalsozialismus, wohin ein Usurpator kommt, bzw. wie schnell er sich festigen kann, wenn ihm die Mittel an die Hand gegeben werden, weil er vorhandene Daten und Strukturen nutzen kann und damit den Schein des Rechts wahren kann.

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Sam Neill zu Steuererhöhungen

Ich bin ja seit langem ein Fan von Sam Neill. Vielleicht weil er immer sehr unterkühlt spielt, kein großes Aufhebens um sich macht, kaum als Star auffällt, und ein Faible für “kleinere” Projekte hat, ich kann es schwer ausdrücken.

Natürlich, weil er ein Kiwi ist, und diese wunderbare Rolle in “The Dish” gespielt hat, einem der Filme, bei denen mir ganz schwermütig wird. Oder in Reißern wie “Event Horizon”.

Daß er diesen ganz eigenen unterkühlten Humor, und auch etwas zu sagen hat, illustriert vielleicht folgendes Bonmot:

Perhaps we should look at somewhere else where they recently used the time-old bribe of tax cuts, and see how it worked. In 2000, George W. Bush, under the reasonable sounding ‘compassionate conservatism’, offered huge tax cuts. And he delivered. Take a look at America now. The rich are certainly richer, but the economy is in the tank, a healthy surplus has been converted into a massive deficit, and the U.S. is a place that cannot even afford the basics. Like maintaining levees in low-lying Louisiana. Might I suggest that tax cuts led indirectly to the flooding of New Orleans?

Vielleicht muß er nicht so viel Aufregung produzieren, weil er lieber Wein anbaut.

Im Westen nichts neues!?

So ein Psychogramm der Verrohung ist in der Tat deprimierend, wenn die These stimmt, daß die westliche “freie” Welt in der Tat derzeit großflächig ihre einen ehedem propagierten (Freiheits-) Werte bekämpft. Wer sich auch nur etwas mit staatlicher Überwachung und ihren praktisch erlebten Konsequenzen beschäftigt, könnte zu dieser Schlußfolgerung gelangen.

Nach dem gestrigen Dok5-Radiofeature gestern über das Massaker in My Lai besonders deprimierend.

“The Land of the free and the home of the brave”. Aber “sind wir aber nicht alle ein bisschen Bluna”?

Neues aus Schilda: Kein Kuchen zu Pfingsten

jedenfalls normalerweise nicht zum Mitnehmen. Ob nur zu Pfingsten, weiß ich nicht, denn ich habe schon so lange nicht mehr sonntags Kuchen gekauft.
Allerdings habe ich schon gehört, daß man den Muttertag verlegen wollte, weil man Angste gehabt hätte, nix verkaufen zu dürfen. Also gab es doch am Pfingstsonntag Blumen und Kuchen

Pfingsten als besonderer Schontag? Staatlicher Urlaub sozusagen? Oder wird nun das Ladenöffnungsgesetz gegen Kuchen gewendet?

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